GEHEIMNISSE

GEHEIMNISSE

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... kommt mal näher, hier verraten wir einiges über das TillenWunderLand und die Tillenzwerge.

Das TillenWunderLand

   Dort, wo im November große glitzernde Schneeflocken wild vom Himmel wirbeln und die gesamte Landschaft im weißen Samtkleid versinkt. Da, wo im Winter an den Vogelhäuschen über 30 verschiedene Singvögel beim Körner picken zu beobachten sind. Wo die Märzsonne die Krokusse und Schneeglöckchen aus dem Winterschlaf weckt. Eine Gegend, wo Fuchs und Hase sich ungestört noch gute Nacht sagen, wo einst Händler aber auch Schmuggler ihre Geschäfte betrieben - dort ist mehr los, wie das menschliche Auge erfasst oder ein menschliches Gehirn je versteht.

   Es ist ein Stück Erde, wo Ereignisse passieren, die eigentlich gar nicht passieren können. Die Einheimischen aus dieser Region wissen, das es so ist, wie es ist. Klar, werden diese Geschichten nur unter vorgehaltener Hand erzählt. So geheim hält man diese schon seit Jahrhunderten. Aber jeder dort weiß, wenn diese Geschichten bekannt würden, würde diese ihnen sowieso keiner glauben. So schweigen alle und die Geschichten bleiben eben Geschichten. Wobei einige wurden sogar schon zu Sagen.
   Jedoch eines wissen alle Menschen im Tillenwunderland, egal wie alt die Überlieferung ist und woher auch immer sie stammt, es ist etwas wahres daran.

Die Tillenzwerge

   Eben genau hier in unserem Land, auf den Wiesen und Feldern und den Wäldern rund um den Tillenberg, auf deutscher und tschechischer Seite, da leben die Tillenzwerge seit unerforschbarer langer Zeit. In diesen tiefen, dunklen Tannenwäldern, wo der Boden mit Granitfelsen geziert ist. Auch entlang des Muglbachs, sogar bis fast zum großen Stausee der hinter dem Tillenberg liegt, leben diese kleine Männchen mit ihren ebenso kleinen Frauen und noch kleineren Kindern.
   Dieser dunkle Tannenwald war nicht immer so, sondern über Jahrtausende ein prächtiger Laubwald. Wegen der großen Edelstein- und Erzvorkommen begann man hier mit dem Bergbau und so veränderte sich diese Gegend. Es war eine harte Zeit für alle.

   Jeder von uns, kann sich lebhaft vorstellen, dass das für die Tillenzwerge gar nicht Lustig war. Über Jahrhunderte hatten sie in ihren kleinen Höhlen und Hütten, die teilweise wie Dörfer angelegt waren, friedlich und abgeschieden gewohnt. Nun kamen die Menschen und durchstöberten ihr Gebiet, drehten jeden Stein um, in der Hoffnung wertvolles Erz zu finden. Das Wild floh, denn immer mehr Jäger kamen. Und dann? Finden diese Eindringlinge, außer Erz, auch noch Edelsteine und Halbedelsteine, wie die kostbaren, roten Granaten. In den sonst so ruhigen Wäldern ging es bald zu - wie am Rummelplatz. Diese Gegend wuchs zur größten Bergbauregion seiner Zeit.
Um an all die Güter von Mutter Natur zu gelangen, grub man Gänge in den Tillenberg. Die Tunnel und Stollen trieb man immer tiefer in den Boden.
   Viele Bäume wurden gefällt, nur um Feuer für die Hammerwerke und Schmelzen zu schnüren, in denen man das Gestein verarbeitete.
   Erst klopfte und brach man die wertvollen Felsstücke heraus. Die transportierten sie dann zu den Hammerwerken, wo sie von riesigen Hämmern in noch kleinere Brocken zertrümmert wurden. Wenn die Steinstücke fein genug waren, wurden diese in den Schmelzen solang erhitzt bis das Eisen und die anderen Metalle als dickflüssige Masse heraus tropften. Das gewonnene Material schickten sie dann zu Schmieden, die dann allerlei Nützliches daraus herstellten. Unter anderem noch größere Hämmer.
   Genauso wie dieser Ansturm aber kam, war er plötzlich wieder vorbei. Man hatte dem Tillen und dieser Gegend fast alle Bodenschätze abgerungen. Das bisschen, was noch blieb, brachte den Bergbauern und Händlern keinen Gewinn mehr ein.  So ließen sie alles liegen und stehen und verschwanden.

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Die Elfe Palatina betrachtet den
Grunglbarz der Tillenzwerge

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Tillenzwerg Chegklop

Für die Tillenzwerge kehrte auch bald wieder Ruhe ein. Wer weiß, wenn sie nicht die Fähigkeit hätten, sich und alles was sie berühren, unsichtbar zu machen, ob sie diesen Überfall der Fremden, so glimpflich überlebt hätten.

Doch auch unsere Vorfahren, die diese Gegend so schön fanden, dass sie hier sesshaft wurden, besannen sich. Erst mal pflanzten sie neue Nadelhölzer an, da sie wussten, dass die viel schneller als Laubbäume wachsen. Auch für die Tillenzwerge, die ja absolut naturverbunden sind, gab es viel zu tun.  Sogar das Wild zog wieder in die neuen Wälder. Bald lebten alle wieder in einem schönen Land. So, wie wir es heute kennen …

Wie ticken die, oder besser, tillen die?

Diese Wesen haben ihren Namen durch unseren Hausberg erhalten, dem Tillenberg, auch Dylen genannt. Er ist hier in der Oberpfalz, als markanter Rücken des auslaufenden Böhmerwalds zwischen Tschechien und Deutschland weit sichtbar. Kein Wunder, ist er doch knapp 1000 Meter hoch. Genau 939 Meter. Da die gesamte Gegend drumherum auf über 400 Metern liegt, wirkt der Tillen gar nicht so riesig.
   Es gibt drei Arten von Tillenzwergen, die Dhylener, die Muglhos und die Chegerer. Alle sind gleich. Sie leben nur an unterschiedlichen Stellen im Tillengebiet.
Die Dhyllener wohnen hoch oben im Berg, die Muglos leben entlang des Muglbach und die Chegerer sind zwischen dem großen Stausee und dem Tillenberg beheimatet.

Die Tillenzwerge sind gutmütige und meist lustige Gesellen. Im Allgemeinen vermieden sie,  den Kontakt mit Menschen, obwohl ihre Welt die gleiche ist wie unsere - nur in anderen Spähren. Während uns drei Dimensionen ausreichen, leben sie in einem wenigstens sechsdimensionalen Universum. Leider kann man niemanden Fragen, wie das so ist.

Kein noch so kluger Wissenschaftler weiß, wie ein solches Dasein sich anfühlt. Alle Phantasie der Erde reicht nicht aus, um es zu beschreiben. Aber, wer mal mit den Tillenzwergen zu tun hatte, konnte schon ein wenig spüren, wie dies so ist.

Sie sind zu dem, die einzigen echten Wesen, die die Fähigkeit besitzen Gedanken zu lesen und zu senden. Allerdings. funktioniert das nur bei großer Gefahr. Sie können zwischen unserer dreidimensionalen und ihrer Welt einfach hin und her wechseln. Was wir als 'sich unsichtbar machen' bezeichnen heißt bei ihnen ‘umflitschen’.

Flitschen ist sowieso ein sehr beliebtes Wort. Sich in eine andere Situation bewegen oder sich in etwas hineinträumen, nennen sie einfach ‘hineinflitschen’. ‘Abflitschen’ heißt weggehen, loslaufen. Bei den Jüngeren wird es gerne für schnelles Abhauen eingesetzt, na ja, wir sagten früher dazu „Lass uns mal aus dem Staub machen – oder – die Kurve kratzen“. 

Trotz einiger Unterschiede, sind wir in Wesen und Art sehr ähnlich. Manchmal viel zu sehr. Blödsinn anzustellen finden sie, so wie wir, meistens lustig. Und wenn etwas gut funktioniert, rufen sie voller Freude: „Heute flitscht's mal wieder richtig!“

Besonders köstlich amüsieren sie sich, wenn wir, sie als Fabelwesen, in alten überlieferten Sagen erwähnen. Denn, sie leben ja noch immer im Tillengebiet! Jedoch wenn sie es nicht wollen, sehen wir sie nicht und das ist vielleicht auch ganz gut so.

Dhyllidor 200x200CDer weise Dhyllidor ruft Euch jetzt, nach altem Zwergenbrauch, zu:

„Seid gewurzelt!“

Ich sage:
“In diesem Sinne,
viel Spaß!”

© 2019 Carlo Werndl  von Lehenstein

 

2019-06-15 TillenWunderLand Schriftzug 00gshp trpa
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